Donnerstag, 10 Uhr

Es ist Donnerstag und es ist schon 10 Uhr. Mein Arbeitstag ist damit quasi schon zur Hälfte vorbei. Aber ich komme erst jetzt an den Schreibtisch, weil zwei meiner drei Kinder donnerstags erst zur dritten Stunde Unterrichtsbeginn haben.

Ich gönne ihnen diese Freizeit und diesen späten Start in den langen Schultag. Für meine Arbeitszeit allerdings ist das eher so semi-lustig. Der Sohn läuft nämlich erst so gegen 9 Uhr los zum Bus – und natürlich bin ich bis dahin „auf dem Sprung“, um ihm Bescheid zu geben, falls er nicht selbst auf die Uhr schaut. So richtig gut arbeiten lässt sich vor 9 also nicht. Die Jüngste muss ich dann kurz nach 9 selbst an die Schule fahren, da alle anderen Kinder unserer Fahrgemeinschaft natürlich früher Unterricht haben, also bin ich von viertel nach 9 bis viertel vor 10 unterwegs.

Bis ich dann also tatsächlich am Schreibtisch sitze, wird es meist 10 Uhr. Das gibt mir ungefähr 3 Stunden Ruhe zum Arbeiten, ehe die Große nach Hause kommt, die um 13 Uhr Schulschluss hat. Ich liebe es, dass sie mir dann ausführlich von ihrem Schultag erzählt, für meine Arbeitszeit allerdings…

Nun ja, es ist wie es ist und da man sich ja über Kleinigkeiten freuen soll: Es könnte schlimmer sein! Nämlich dann, wenn nicht zwei Kinder am gleichen Tag so spät anfangen würden, sondern ich diese Herausforderung für meine Arbeitszeit an zwei – oder drei! – Tagen in der Woche hätte!

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